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Realizzato con il contributo della Regione Veneto L.R. 33/2002

EINE NOCH JUNGE GEMEINDE MIT ALTER GESCHICHTE

Ein Gebiet zwischen Meer und Lagune, das auf eine lange Vergangenheit zurückblickt. Während Cavallino-Treporti eine der jüngsten Gemeinden Italiens ist und erst im Jahr 1999 nach der Trennung von Venedig als wirtschaftliche, soziale und territoriale Einheit anerkannt wurde, sind in der Lagunenortschaft Lio Piccolo doch Zeugnisse zu finden, die sogar auf das römische Zeitalter zurückzuführen sind. Außerdem dienten die Laguneninseln nach dem Fall des Römischen Reichs der Bevölkerung der Stadt Altinum und anderer großer Städte des Hinterlandes als Zufluchtsort vor den Barbareninvasionen. Eine Zeit, die nicht von Ruhm und Glanz, sondern von Armut und Malaria geprägt war.

Anders war die Situation zur Herrschaftszeit der Republik Venedig, der "Serenissima": Cavallino-Treporti, das in das Dogentum integriert war, folgte dem Schicksal der antiken Republik. Zu jener Zeit unterschied sich das Gebiet sehr vom heutigen, denn es war vor allem aus den Inseln um Treporti, nämlich Lio Piccolo, Mesole, Saccagnana, und dem heutigen Zentrum von Treporti, das damals "Isola della Chiesa" (Insel der Kirche) genannt wurde, zusammengesetzt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten sich einige der höchsten Adelsfamilien Venedigs, darunter die Correr, Querini, Pisani, Sagredo und Boldù, als Besitzer großzügiger Ländereien ab. Doch spielten im Gebiet auch religiöse Einrichtungen eine wichtige Rolle, wie etwa das aus dem XV. Jahrhundert stammende Kloster in Mesole bestätigt.

Der Sandstrand von Cavallino, wie wir ihn heute kennen, existierte damals noch nicht. Er bildete sich erst dank der jahrhundertelangen Sandablagerungen des Flusses Piave, der bis 1664 genau in Cavallino ins Meer mündete, dort, wo heute infolge einiger von der Republik Venedig durchgeführten Wasserbauarbeiten der Fluss Sile fließt. So wurde eine neue, kleine Landzunge gewonnen, die sich dank des Einwirkens der Meeresströmungen und der Sandablagerungen nach Westen verlagerte und die Inseln um Treporti vom Meer entfernte. Die 1751 fertig gestellte, antike Kirche zeugt von der Ansiedlung einer zivilisierten und religiösen Gemeinschaft. Im gesamten Gebiet finden sich noch heute verschiedene ländliche Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, Zeichen einer bestehenden sozialen, wirtschaftlichen und politischen Stabilität. Nach dem Übergang von der Podesteria di Torcello (unter der Republik Venedig) zur Comune di Burano (österreichische Herrschaft) fügte sich auch Cavallino-Treporti in die landwirtschaftliche Entwicklung Venetiens ein. Die Landwirtschaft war gemeinsam mit der Tierzucht dank der in Venedig verkauften Produkte die größte Einnahmequelle jener Zeit.

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