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Realizzato con il contributo della Regione Veneto L.R. 33/2002

DIE „TEGNÙE“ VON CAVALLINO-TREPORTI

Eine zauberhafte Meereswelt, die sich durch eine außergewöhnliche Artenvielfalt von Fischen, Krusten-, Weich- und Wirbeltieren auszeichnet. Eine wahre „versunkene Oase der Biodiversität“, ein Taucherparadies im Einklang mit der Natur. All das findet man nur wenige Meilen vor der Küste von Cavallino-Treporti. Hier befinden sich die sogenannten „Tegnùe“, ein Gebiet mit natürlichen Felsaufschlüssen, die sich vollkommen vom typischen schlammigen und sandigen Meeresgrund der Oberen Adria unterscheiden. Die „Tegnùe“ sind richtige Naturriffe, die sich in den letzten 4.000 Jahren gebildet haben. Sie formieren sich aus den roten Kalkalgen, auch Corallinacea genannt, weil sie an die Korallen erinnern, die für die Entstehung der karibischen Korallenriffe verantwortlich sind. Die „Tegnùe“ liegen in einer Wassertiefe zwischen 15 und 40 Metern und weisen unterschiedliche Dimensionen auf: von einzelnen Felsblöcken bis zu Felsformationen, die sich über Hunderte von Metern erstrecken.

Diese außergewöhnlichen versunkenen Felsen kannte man bereits vor einigen Jahrhunderten. Die ersten Fischer des Ortes, die sich wegen des Fischreichtums in diese Gebiete wagten, mussten feststellen, dass ihre Netze auf „geheimnisvolle“ Weise verschwanden und nur schwer beschädigt aus den Tiefen gerettet werden konnten. Hiervon leitet sich auch der Ursprung des Wortes „Tegnùe“ ab, was im venezianischen Dialekt „halten“ bedeutet, weil die Netze im Meer zurückgehalten und zerrissen wurden. Bald schon wussten die Fischer, dass sie ihre Routen außerhalb dieses Gebiets zurücklegen mussten, und so konnte sich das Ökosystem der „Tegnùe“ im Laufe der Jahrhunderte ungestört fortentwickeln. Aufgrund der zahlreichen Höhlen und felsigen Schluchten konnte sich ein komplexer und vielfältiger Lebensraum bilden, mit einer reichen und seltenen Tierwelt, die es zu beschützen gilt. Darunter gibt es auch viele Arten von Seesternen, die eine Größe von bis zu 30 Zentimetern erreichen können. Doch auch Schwämme, wie der Schwamm des Einsiedlerkrebses, den man auf der Muschel des berühmten Gastropoden findet.

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